Fichtelgebirgs-Glasmuseum Warmensteinach

im Freizeithaus, Oberwarmensteinacher Straße 420
95485 Warmensteinach,
Tel. 09277-1401 (Touristinformation)
E-Mail: verkehrsamt@warmensteinach.de
Internet: www.warmensteinach.de


Öffnungszeiten:
Mittwoch 15.00-17.00 Uhr und nach Vereinbarung
Aufgrund der derzeitigen Lage ist das Museum vorläufig noch geschlossen. Einen kurzen Eindruck vom Museum erhalten Sie in Adrian Roßners Beitrag "Glasgeschichten" des Bayerischen Rundfunks.

Eintritt

Erwachsene

3,00 €

Erwachsene mit Kurkarte

2,50 €

Jugendliche

1,00 €

 

Gruppenermäßigung auf Anfrage



Kurzbeschreibung und Ausstellungsschwerpunkte

Das Fichtelgebirgs-Glasmuseum Warmensteinach zeigt eine umfangreiche Sammlung historischer Glasobjekte, die von der über 400 Jahre alten Glasmachertradition der früher zahlreichen Glashütten des Ortes, aber auch des gesamten Gebietes rund um den Ochsenkopf, zeugen. Voraussetzung dafür war das Vorhandensein der dazu notwendigen Rohstoffe, wie der Proterobas, ein grünlich-schwarz-schmelzendes Gestein, das sich in Gängen am Ochsenkopf findet. Hinzu kamen ausgedehnte Wälder mit genügend Holz zur Energiegewinnung und nicht zuletzt die Wasserkraft. Voraussetzung für einen florierenden Wirtschaftszweig der über Jahrhunderte hinweg der Bevölkerung ein bescheidenes Einkommen garantierte.
Die Perlen (im Volksmund Paterla genannt) wurden anfangs zu Rosenkränzen verarbeitet. In der Blütezeit Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden sie bis in den fernen Osten und nach Südamerika exportiert. Doch nicht nur die frühe Glasgeschichte unserer Region wird dokumentiert. Zahlreiche Exponate zeugen von der modernen Glasindustrie der letzten Jahrzehnte, deren Produktion von Bleikristall- und Hohlglasprodukten dominiert wurde. Aber auch technisch hochwertige Glaskugeln und Glasstaub der Firma SiLi sowie Lusterbehangteile der Firma Kristall-Glas Schöbel GmbH sind im Glasmuseum zu sehen.

Geschichte

Die Gründung des Glasmuseums geht auf das Jahr 1980 zurück. Auf Initiative des aus Gablonz stammenden, damaligen Bürgermeister Erhard Thomas gelang es, im neuerbauten Freizeithaus entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Ziel war es, die Jahrhunderte alte Glastradition des Fichtelgebirges und das nach dem zweiten Weltkrieg durch die Vertriebenen eingeflossene Wissen über das Glashandwerk und die Herstellung gläserner Kleinodien zu erhalten sowie den Besuchern zugänglich zu machen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der ausgestellten Exponate mit dem Schwerpunkt auf der Produktion einheimischer Betriebe.
Von den einfachen Perlen und Knöpfen des Mittelalters über das sogenannte Waldglas bis zu Produkten moderner Glasfertigung reicht die Palette.
Hinzu kommen Prunkstücke der Gablonzer Glaskunst aus den Bereichen der Schmuckherstellung und Glasveredelung. Auch das Umfeld der Glasherstellung hat seinen Platz. Handwerkszeug und Maschinen sowie der Neubau eines Perlenofens dokumentieren die Arbeit von der Glasschmelze bis zur Verarbeitung. Zahlreiche Bilder runden den Besuch des Museums ab.

 



Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
2015 Glas im Fichtelgebirge